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Bekleidung
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* Diese Produkte können wir nach dem Öffnen der Verpackung aus Sicherheitsgründen nicht mehr zurücknehmen!
Brennpunkt Klettern
Scheffelstr. 44b 76135 Karlsruhe
info@brennpunkt-klettern.de
Telefon: 0721/8315923
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Ratgeber
Expressschlingen
Eine Expressschlinge besteht aus einer kurzen Bandschlinge und zwei Karabinern. Es gibt drei unterschiedliche Karabiner: die Drahtkarabiner wie der der Expressschlinge Edison, solche aus Vollmaterial im Keylocksystem und das Standardsystem. Beim Standardsystem ist der bewegliche Teil aus Vollmaterial. Dieser rastet in einen Haken wie bei der Edison in der Abbildung ein. Beim Keylock hat der feststehende Teil des Karabiners keinen Haken mehr sondern seitliche Aussparungen. Das Drahtsystem sieht man im Bild sehr gut.

Schlägt der Karabiner beim Fallen gegen den Fels, kann er durch die Massenträgheit des beweglichen Teils aufspringen. Ist dieser Teil aber sehr leicht wie bei dem Drahtverschlußkarabiner der Edison, ist die Wahrscheinlichkeit höher, daß er geschlossen bleibt. Nachteil dieses Drahtkarabinerverschlußes ist der Haken: dort kann das Seil beim Einlegen hängenbleiben. Keylock-Systeme haben diesen Nachteil nicht, dafür aber das höhere Gewicht und den Nachteil, daß sie sich beim Fallen öffnen können. Die Schnapper haben unterschiedliche Bruchwerte, die aber alle auf ähnlichem Niveau sind. Für die Karabiner gibt es Normen bezüglich der Belastbarkeit. Bei den Karabinern von Expresschlingen sind die Belastungswerte, denen sie standhalten müssen:
20 KN in Längsrichtung
7 KN in Querrichtung
7 KN bei geöffnetem Karabiner
Dies sind die Belastungen, denen sie mindestens standhalten müssen. Viele Hersteller produzieren Karabiner, die sogar noch höheren Belastungen standhalten.
Klettergurte
Es gibt Brust- und Hüftgurte. Viele Sportkletterer bevorzugen einen Hüftgurt, der deutlich bequemer ist als ein Brustgurte. Brustgurte werden vor
allem in alpinem Gelände verwendet. Trägt die Person einen schweren Rucksack, sind sie Hüftgurten vorzuziehen, da der Schwerpunkt der Person sonst über dem Punkt ist, an dem das Seil am Gurt befestigt wird. Fällt die Person, gerät sie so in Rückenlage. Ein Brustgurt verhindert dies durch den höheren Ansatzpunkt vom Seil am Gurt.
Ein Klettergurt sollte, wenn er auch draussen am Fels genutzt wird, 4 (oder mehr, gibt es aber kaum) Materialschlaufen haben.

In der Abbildung sieht man zahlreiche Expressschlingen und Klemmgeräte, die in den Materialschlaufen hängen. Wenn Ihr nur in Klettergärten unterwegs
seid, werdet Ihr vielleicht mit 2 oder 3 Schlaufen auskommen. Geht es aber in schlecht abgesichertes Gebiet, braucht man mehr als nur Expressschlingen und somit auch mehr "Stauraum" am Gurt. Deshalb verkaufen wir ausschließlich Gurte, die 4 Schlaufen haben. Der Gurt sollte sowohl an den Beinschlaufen als auch am Hüftteil gepolstert sein, damit man auch einige Minuten im Hängen verbringen kann, ohne daß es gleich unbequem wird.
Es gibt verstellbare Beinschlaufen und solche mit fester Länge. Verstellbare sind naürlich variabler. Der Gurt ist zwar ein paar Gramm schwerer, aber
im Herbst hat man sicherlich eine dickere Hose an als im Sommer. Bei verstellbaren Beinschlaufen kann die Größe so angepasst werden. Außerdem kann man den Gurt auch mal jemandem verleihen, der nicht die gleiche Statur hat.
Der Verschluß bei vielen neuen Gurten ist ziemlich idiotensicher: zuziehen, fertig. Bei alten Gurten, zum Teil auch noch bei aktuellen Gurten muß die
Schlaufe zurückgeschlauft werden. Dieses System ist fehleranfällig - vergißt man das Zurückschlaufen und fällt, kann der Gurt aufgehen. Daher haben wir ausschließlich Gurte mit dem neuen Verschluß im Programm.
Kletterschuhe
Es gibt verschiedene Verschlüsse: Slipper (elastischer, nicht justierbarer Verschluß), Kletterverschluß und Schnürschuhe. Am variabelsten kann man den
Druck am Fuß mit Schnürschuhen
einstellen. Das An- und Ausziehen dauert aber auch am längsten, das nervt vor allem beim Bouldern. Klettverschlußschuhe sind da einfacher: schnell rein,
schnell raus. Hier kann der Kletterverschluß
natürlich verschleißen, allerdings ist im Normalfall immer die Sohle schneller durchgeklettert. Oft werden enge Klettverschlußschuhe zum Bouldern und
etwas bequemere Schnürschuhe zum Klettern angezogen.
Die Größe ist der größte Streitpunkt. Prinzipiell gilt natürlich, daß, je enger der Schuh anliegt, man besser auf kleinen Tritten stehen kann. Dafür staut
sich mitunter das Blut. Wo der Kompromiss zwischen eng aber noch aushaltbar liegt, ist sehr subjektiv.
Wenn Ihr bei uns einen Schuh kauft, den Ihr nicht kennt, könnt Ihr uns gerne vorher in Bezug auf die Größe fragen, wir helfen gerne.
Teurere Schuhe haben natürlich meist eine höhere Qualität als günstigere. Oft bezahlt man aber auch den Markennamen mit. Häufig tragen Kletterer deshalb bei einfachen Touren günstige Schuhe und nur, wenn es um alles geht, teure Treter. Für Anfänger empfehlen wir generell günstige Schuhe. Spart Euer Geld für Zeiten, wenn Ihr besser seid oder kauft einen bequemeren Gurt. Wenn Ihr im 5, 6 oder 7. Grad klettert, spielt der Schuh nur insofern eine Rolle, als daß er passen muß.
Bandschlingen
Es gibt breite und schmale Bandschlingen unterschiedlicher Länge. Schmale sind etwas leichter und haben den Vorteil, daß man auch an sehr kleinen Ringen umbauen kann. Mit großen geht das oft nicht. An der Qualität gibt es keine Unterschiede. Breite Bandschlingen sind normalerweise aus Polyamid und schmale aus Dyneema. Die Belastbarkeit der von uns verkauften Schlingen ist 22 KN.
Seil
Es gibt Einfach-, Zwillings- und Doppelseile. Für Sportkletterer sind meist nur Einfachseile von Interesse. Sie unterscheiden sich in Länge (wir empfehlen 60 m), Gewicht, Belastbarkeit
(Normstürze!), den Manteleigenschaften und einigen weiteren .
Bei jedem Seil ist die Anzahl der Normstürze angegeben, die es auf jeden Fall aushält, bis es reißt. Die UIAA-Norm, der die Kletterseile genügen,
schreibt wenigstens 5 Normstürze als Belastungsgrenze
vor. Der Normsturz ist ein in EN-892 definierter Sturz, bei dem 80 KG (bei Einfachseilen) aus einer Höhe von 4.80 herabfällt. Die ausgegebene Seillänge
beträgt dabei 2,80 m. Die maximale Belastung
muß unter 12 KN liegen. Die meisten Seile liegen auch hier weit über der Norm. Topseile halten etwa 20 Normstürze aus. Prinzipiell gilt: je mehr ein
Seil aushält, desto teurer, dicker - und schwerer
- ist es meist. Die wenigsten Kletterer haben in ihrem Leben schon Normstürze verursacht. Alle Seile sind also in Bezug auf die Reißfestigkeit über
alle Zweifel erhaben. Läuft ein Seil über eine
Scharfe Kante, ist die Belastbarketi narütlich weit geringer. Es gibt Seile, die diese Stürze (Scharfkantenstürze) zum Teil auch aushalten. Manche
Hersteller imprägnieren ihre Seile. Dies verbessert
das Handling bei Feuchtigkeit enorm und ist beim Eisklettern zwingend notwendig, da ein vereistes Seil viel weniger aushält. Oft macht bei Seilen
zuerst der Mantel schlapp. Sobald Ihr den Kern Eures
Seils seht - weg damit! Unbedingt austauschen.
Die meisten Seile haben eine Mittenmarkierung, die zum Abseilen praktisch ist. Edle Seilvarianten haben einen unterschiedlich gewebten Mantel ab der Hälfte. Da findet man die Mitte kinderleicht.
Im alpinen Bereich ist so etwas mitunter von großem Nutzen.
Sicherungsgeräte
Es gibt bestimmt hundert verschiedene. Es werden die vorgestellt, die wir im Programm haben: Acht, Harlin und HMS.
Beim HMS ist die Reibung sehr hoch, es nimmt viel Fallenergie auf. Die beiden HMS, die wir verkaufen, sind beide relativ weit geschwungen. Das verhindert weitestgehend, daß das Seil in
der Biegung festklemmt. Leider sind sie dafür etwas teurer. Die paar Euro mehr sind hier aber sehr gut angelegt.
Es gibt HMS mit feinem und grobem Gewinde. Ein Feingewinde macht ihn sicherer, da man ihn mehrmals drehen muß, bis er sich öffnen lässt. Oft dreht man beim Sichern mit dem Seil unabsichtlich
über den Schraubring.
Beim Eisklettern ist ein Ring mit grober Oberfläche wünschenswert, da man diesen, auch wenn er vereist ist, noch drehen kann. Mitunter kann man vereiste Ringen nicht mehr drehen.
Die Acht kann zum Sichern sowie zum Abseilen verwendet werden. Sie nimmt etwas weniger Energie auf als der HMS. Es gibt eine Möglichkeit, das Seil relativ gut zu fixieren - Achtung, es ist
nicht ganz fest! - , die aber hier nicht erklärt wird. Fragt bitte jemand vor Ort.
Das Harlin funktioniert fast genauso wie die Acht. Es ist ein wenig leichter. Das Fixieren des Seils ist hier nicht so einfach möglich. Viele Kletterer schwören darauf.
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